SUGAR FREE: Die erste Woche ohne Zucker

Die erste Woche ohne meinen Freund den Zucker liegt hinter mir. Und wer hätte es gedacht? Es ist kompliziert. Ich habe mir zu Beginn nicht extra ein Buch gekauft oder besonderes Fachwissen angelernt. Lediglich ein paar Dokumentationen aus dem letzten Jahr sind die Grundlage für mein Projekt Zuckerfreiheit. Dass Zucker viele Namen und Gesichter hat wusste ich bereits. So sind Apfeldicksaft, Glukosesirup und Co. nichts anderes als Zucker. Sicherlich definiert jeder zuckerfrei unterschiedlich, aber für meine Challenge habe ich entschieden auf jede Art von Zucker zu verzichten, außer den natürlichen Fruchtzucker aus frischem Obst und die ein oder andere Dattel bei Süßhunger. So viel sei an dieser Stelle schon mal verraten: Süßhunger hatte ich noch keinen.

Laut meiner Definition bedeutet das also abgesehen von den offensichtlichen ‚Feinden‘ Schokolade, Gummibärchen, Fertigpizza und so weiter, fallen auch mit Honig gesüßte Müslis, Fruchtsäfte und meine geliebten Smoothies weg. Ebenso Coke Zero und andere Nahrungsmittel mit Zuckerersatzstoffen. Und noch so viel mehr! Beginnt man erst einmal sich damit auseinander zu setzen, ist Zucker auf einmal überall. Wirklich überall. Auch da wo man ihn nicht vermutet, weil er völlig fehl am Platz erscheint. So zum Beispiel in Konservengemüse wie passierten Tomaten, in Kräuterquarks, in Knäckebrot, in Rahmspinat, in Salatsaucen, in Laugenbrezeln…merkt ihr was? Ja genau – wozu ist in all dem Herzhaften überhaupt Zucker drin?

Interessant ist vielleicht zunächst meine Motivation den Zucker für eine Weile zu meiden. Ich habe weder Medizin noch Ökotrophologie studiert und möchte deswegen auch kein unnützes Halbwissen verbreiten, aber nach allem was ich über Zucker gesehen, gehört und gelesen habe macht er uns nicht nur dick, er macht uns auch krank und abhängig. Genießt diese Aussage mit Vorsicht und informiert euch selbst. Ihr werdet sehen wie viele unliebsame Nebenwirkungen der Zuckerkonsum haben kann. Und um nach der zuckerreichen Adventszeit wieder auf einen gesunden Weg zu kommen habe ich mich für dieses radikale Zuckerverbot entschieden. Nur ein zwei Stückchen Schokolade am Tag, das macht doch nichts? Funktioniert nicht bei mir. Ich esse die ganze Tafel. Und manchmal auch die zweite. Gar nicht so ungewöhnlich, wenn man weiß, wie Zucker im Gehirn wirkt. Und meines ist dafür scheinbar recht empfänglich.

Die erste zuckerfreie Woche ist schnell vergangen und war abgesehen von zeitaufwändigen Einkäufen und Kochsessions gar nicht so schwer. Man kann auch ohne Süße herrlich schlemmen. Wir haben uns den Einstieg leicht gemacht und uns mit selbstgemachtem Flammkuchen verwöhnt oder Nudeln mit Sahnesoße gegessen. Ob das die gesündere Ernährungsform ist sei mal dahingestellt. Insgesamt ist mir aufgefallen, dass wir uns auf einmal deutlich fettreicher ernährt haben. Dennoch fühle ich mich bereits besser. Weniger aufgebläht, weniger aufgeschwemmt, etwas klarer im Kopf. Auch auf der Waage hat sich trotz fettreicher Mahlzeiten der Zuckerentzug bereits bemerkbar gemacht. Und wie bereits erwähnt hatte ich noch keine Heißhungerattacke auf Süßes. Im Gegenteil: Ich fühle mich lange satt und zufrieden nach dem Essen. Eine Woche Verzicht ist einfach und ich bin gespannt wie es mir die nächsten Wochen gehen wird. Was mir fehlt sind die gemeinsamen Dinner-Dates mit Freunden. Mal eben Essen gehen? Eher schwierig. Auch eher schwierig ist es auf Nachos und Popcorn zu verzichten, wenn der Rest der Gruppe im Kino wie gewöhnlich vor sich hin knuspert. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich erhoffe mir von dieser Challenge noch so viel mehr. Ich hoffe auf mehr Energie und besseren Schlaf. Auf frischere Haut und gesündere Haare. Und auf einen deutlich bewussteren Umgang mit Zucker für die Zeit danach.

Bis dahin gibt es eine köstliche zuckerfreie und gesunde Kuchen-Alternative:

Wie wäre es mit einem Stück warmen duftenden Bananenbrot?

Für eine Kastenform benötigt ihr:

4 sehr reife Bananen (etwa 450 g)
100 g Apfelmark 
250 g Dinkelmehl 
2 TL Backpulver
50 g Walnüsse
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz 


1. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit dem Apfelmark mischen.

2. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gut miteinander vermengen.

3. Nun die Bananen-Apfel-Mischung und die zerkleinerten Walnüsse dazu geben und zu einem glatten Teig rühren.

4. Die Backform eventuell mit etwas Kokosöl einfetten und den Teig in die Form füllen.

5. Das Bananenbrot nun bei 180° Ober-/Unterhitze für 45 – 50 Minuten backen.

Genießt die gesunde Leckerei!

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